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Sardinien

Reisebericht von

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So wie sich die Sarden - auf Grund der Distanz zum Festland und der im Laufe der Jahrhunderte oft wechselnden Einflüsse und Herrschaften - nicht wirklich als Italiener fühlen, so fühlt sich auch ein Urlaub auf Sardinien ganz anders an, als ein "klassischer" Italien-Badeurlaub an der Oberen Adria - und das ist gut so!

 

Die Buchung

Unseren einwöchigen Aufenthalt auf der zweitgrößten Insel im Mittelmeer habe ich als Pauschalreise auf www.fti.de gebucht. Ein Blick auf das Angebot von FTI lohnt sich immer dann besonders, wenn man ein Urlaubsziel ins Auge gefasst hat, das etwas abseits des "Urlaubs-Mainstreams" liegt, denn gerade auf solche Destinationen setzt dieser Reiseveranstalter seinen Focus.
Sowohl was die Online-Buchung betrifft, als auch die gesamte Abwicklung in der Folge, lief alles erwartet professionell ab. Der Reiseleiter vor Ort präsentierte sich in unserem Fall aber im krassen Gegensatz dazu absolut unmotiviert. Die übliche Informationsveranstaltung am Urlaubsbeginn war eine 5 Minuten-Angelegenheit, organisierte Ausflüge wurden überhaupt nicht angeboten, erst auf mehrfaches Drängen bequemte sich der Herr dazu, diesbezüglich etwas auf die Beine zu stellen.



Das Hotel: Corbezzoli

  • Hotel Corbezzoli, Ottiolu, Sardinien, Italien

Nur rund 60 Zimmer, verteilt auf mehrere landestypisch gebaute Gebäude in einer großzügigen und gut gepflegten Anlage, so präsentiert sich dieses 4-Stern-Hotel, dessen Gäste in der Mehrzahl Festland-Italiener sind plus Urlauber verschiedenster Nationalitäten.
Wir hatten ein Superior-Zimmer (befinden sich im 1. Stock des Hauptgebäudes) gebucht, was sich nicht zuletzt auf Grund des inkludierten Meerblicks und des angenehm großen Balkons definitiv lohnt. Die Zimmer sind in einem "einfachen Landhausstil" durchaus geschmackvoll eingerichtet, in sehr gutem Zustand und absolut sauber.
Die Anlage liegt "1. Reihe" am Meer, trotzdem geht man gute 5min zum Strand, denn auf Sardinien versucht man erfreulicherweise mit sehr strengen Bauauflagen ein "Zubetonieren" der Strände zu verhindern. Auch den Hafenort Ottiolu erreicht man in gut 10min bequem zu Fuß. Leider sind aber die ersten paar hundert Meter des Weges in der Nacht komplett unbeleuchtet - ohne Taschenlampe wird der Abendspaziergang so nicht nur unangenehm, sondern durch Schlaglöcher und den Autoverkehr auch echt gefährlich!
Die "kulinarische Bilanz" zum Hotel fällt gemischt aus: Das morgendliche Buffet ist kein Highlight aber ok, leider bietet der Frühstücksbereich jedoch keine Möglichkeit draußen zu sitzen und das Personal ist so knapp kalkuliert, dass sich das Service täglich auf's Neue zu einem Chaos entwickelt. Beim 4-gängigen Abendessen läuft das Service dagegen wie am Schnürchen und die Qualität der Speisen ist sehr gut - es dominieren nicht wie am italienischen Festland Pizza und Pasta, sondern man kann sich auf wirklich abwechslungsreiche Varianten von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten freuen. Terrassenplätze sind aber leider auch beim Abendessen sehr rar - außer an den zwei Themenabenden pro Woche die im Restaurant am Pool stattfinden.

 

Der Strand

  • Strand bei Ottiolu, Sardinien, Italien

...präsentiert sich im Nordosten von Sardinien wie aus dem Bilderbuch: türkisblaues, glasklares Wasser und weißer Sand! Da man aber auf der Insel sehr viel Wert auf die Naturbelassenheit der Strände legt, wird hier nicht ausgesiebt und "glattgebügelt" - Grasbüschel und getrocknetes Seegras gehören hier also zum Strandbild dazu. Durch die Naturschutzauflagen ist auch die "Bewirtschaftung" des Strandes mit Liegen und Schirmen eher eine "rechtliche Grauzone" - entsprechend vor allem räumlich eingeschränkt präsentiert sich das Angebot.
De facto gibt es aber auf Sardinien nur einen Faktor der einem das Strandvergnügen echt vermiesen kann: der Wind! Denn der kann auch bei schönstem Wetter am Meer Sturmstärke erreichen und vor allem hält sich eine solche Wetterkonstellation dann meist auch gleich ein paar Tage.

 

Der Ort

  • Ottiolu, Sardinien, Italien

Ottiolu ist herrlich weit davon entfernt, ein massentouristischer Rummelplatz zu sein. Das Ortszentrum bildet ein kleiner Yachthafen rund um den man alles findet, was man für einen entspannten Urlaub braucht: eine gute Hand voll Restaurants und Bars, Geldautomaten, etliche Einkaufsmöglichkeiten und jeden Abend einen kleinen Markt zum Durchschlendern.
Gesprochen und geschrieben wird hier nur italienisch und gelegentlich auch französisch (Korsika ist nicht weit entfernt), das garantiert Urlaubsflair pur.

 

Die Insel

  • Aggius, Sardinien, Italien

Um Sardinien wirklich zu "kennen", braucht es definitiv mehr als eine Woche und der Hochsommer ist auch eher die falsche Zeit für ausgiebige Erkundungstouren. Aber einen Tag lang sollte man sein feines Plätzchen am Strand schon verlassen, um zumindest einen kleinen Teil dieser großen Insel näher kennenzulernen.
Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist auf Sardinien leider nicht wirklich gut ausgebaut, daher empfiehlt es sich, entweder ein Leihauto zu mieten oder an einem organisierten Ausflug teilzunehmen. Hier werden vor allem Touren an die Costa Smeralda angepriesen um die Villen und Yachten der High-Society zu "bestaunen". Viel besser investiert ist ein Ausflugstag aber - zumindest meiner Meinung nach - in das Kennenlernen des Landesinneren mit seinen vielfältigen Landschafts- und Vegetationsformen, von unterschiedlichen Kulturen beeinflussten Baustilen, ...

 

 

 

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