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Kössen

Reisebericht von

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bewertung 5.00 (1 Stimme)

Die kurze Flucht aus dem hitzigen, urbanen Alltag war mein Ziel. Allerdings mit zwei Bedingungen: 1. ich brauchte Aktivität und 2. ich brauchte sie in der Zweisamkeit mit meiner Partnerin - kein Massentourismus, kein "Halligalli"! Wir brauchten Zeit für uns, aber ohne gleich ganz aus der sprichwörtlichen Welt zu sein.

Der Tiroler Ort Kössen erwies sich als ideal. Mit einem Glücksgriff in der Hotelbuchung (und hiermit einer absoluten Empfehlung) war es doppelt ideal. Doch alles der Reihe nach...

 

Die Buchung

Die Empfehlung zu Kössen kam durch Zufall. Eine Freundin erzählte uns von der beeindruckenden Gestalt des Wilden Kaisers und den vielen netten kleinen Ortschaften. Ein kurzer Blick in Wikipedia eröffnete uns die vier Gemeinden im österreichischen Kaiserwinkl. In Kössen fanden wir das Drei-Sterne-Hotel "Gästehaus Rottenspacher".

Die Webseite lieferte uns neben einer unkomplizierten direkten Buchungsmöglichkeit (Verfügbarkeit von Zimmern etc. sofort ersichtlich) im eigenen Hotelblog noch zusätzlich Ausflugs- und Eventtipps. Zudem ist es laut holidaycheck.de das beliebteste Drei-Sterne-Hotel der ganzen Region. "Nicht schlecht", dachten wir, "das ist einen Versuch wert."

Gesagt, getan: Keine Minute später hatten wir die Buchungsbestätigung im E-Mail-Postfach. Alles funktionierte wie es sollte. Zudem entpuppte sich der Preis von 31 Euro pro Nacht und Person für diesen Komfort als wahres Schnäppchen. Aber dazu gleich mehr...

 

Die Unterkunft: Hotel "Gästehaus Rottenspacher"

  • Gästehaus Rottenspacher, Kössen, Tirol

Der Tourismus ist die Wirtschaftskraft des österreichischen Bundeslands Tirol. Das sieht man im ganzen Land. Das Örtchen Kössen bildet dabei keine Ausnahme, aber das Hotel "Gästehaus Rottenspacher" ist durch die ideale Lage einerseits versteckt und ruhig, andererseits ist man in 3 Gehminuten sofort am Ort des Dorfgeschehens bei Veranstaltungsbühnen, Kirche etc.


Die großen und wirklich überraschenden Pluspunkte (wir dürfen nicht vergessen: Wir waren hier in einem 3-Sterne Haus!) waren die Ausstattung, sowie das Verköstigungsangebot des Hauses.


Zur Ausstattung: Mit Stolz erzählte uns Herbert, der Chef des Hauses, welche Umbauarbeiten er erst im März 2015 (also kurz vor unserem Aufenthalt) durchführen ließ. Er vergrößerte die Lobby und ließ sie mit top-modernen Bildschirmen ausstatten. Er baute barrierefreie Zimmer und neue Liftanlagen. Zudem wurde der Wellness-Bereich (ja, in einem 3-Sterne-Haus mit dem unauffälligen Namen "Gästehaus" gibt es einen Wellness-Bereich) vergrößert, modernisiert und ausgebaut. Sauna, Solarium, Ruheraum, Massageraum, Fitnessraum - alles fanden wir geräumig und in Top-Zustand vor. Ein Vier-Sterne-Betrieb mit der gleichen Ausstattung kostet in dieser Region im Normalfall mehr als das Doppelte.


Zur Verköstigung: Das Gästehaus Rottenspacher ist nur ein Hotel garni - das heißt: es bietet selbst keine warme Küche am Abend an. Was es aber anbietet, ist ein Frühstück. Und was für eines! Wieder erinnert die Aufbereitung mehr an ein gediegenes Vier-Sterne-Haus, als an ein Gästehaus. Großes Buffet, mit Wurst, Käse, Müsli, hausgemachter Marmelade, Croissants, Brötchen aller Art, Früchte, Gemüse und jede Menge regionaler und weitgereister Spezialitäten. Dazu ein Kaffee der, wie uns Chef Herbert auch erzählte, aus einer Salzburger Rösterei extra nach dutzenden Tests ausgewählt wurde. Ehrlich gesagt: Das schmeckt man auch... Die mehr als 150 Bewertungen auf Holidaycheck hatten nicht übertrieben. Das Frühstück ist hier ein Highlight. Zudem gibt es noch ein kleines Extra am Nachmittag: kostenlos gibt es Kuchen für alle Gäste des Hauses. Auch wenn diese vergleichbar kleine Aufbereitung in keiner Weise mit dem opulenten Frühstück mithalten kann, so ist es dennoch ein nettes "Zuckerl" am Nachmittag.


Auch bei den Zimmern wurde geklotzt und nicht gekleckert! Vor allem für ein Drei-Sterne-Haus: Alle Zimmer haben W-LAN und sind mit hochwertigen Betten ausgestattet. Auch Flat-TV, Föhn und all den anderen modernen technischen "Schnickschack" gab es. Wer auf moderne technische Ausstattung im Urlaub nicht verzichten mag, findet in diesen Zimmern alles, was das Herz begehrt. Uns zog es wie bereits beschrieben, mehr in die Berge, in den See und in den Wellness-Bereich. 


Apropos See: Kössen selbst liegt zwar nicht am See, aber der bekannte Walchsee ist mit einer kleinen Wanderung, dem Auto oder dem Bus schnell erreicht. Zudem wartet Chef Herbert im Hotel hier wieder mit einem tollen Extra auf: An seine Gäste verleiht er kostenlos E-Bikes. Das heißt, binnen Minuten ist man am See, im Kletterpark auf dem Golfplatz oder wo auch immer, ohne dass man einmal ins Auto steigen musste. Auch der Erkundung der Region auf eigenen Pfaden steht damit nichts im Wege...

 

Der Ort

Kössen liegt mitten im Kaiserwinkl-Gebiet. Der "Kaiserwinkl" liegt zwischen den Chiemgauer Alpen im Norden und dem Zahmen Kaiser im Süden.

Im Winter gilt die Region Tirols als Ski- und Langlauf-Eldorado. Im Sommer gilt es als Golf-Hochburg (3 Golfplätze), als tolles Wandergebiet mit allen Schwierigkeitsstufen und als Mountain-Bike-Mekka. Mit dem Walchsee als bekanntem Badesee bietet es auch klassischen Badeurlaubern viel Vergnügen oder Aktiv-Urlaubern den Sprung ins erfrischende, kühle Nass nach einem abenteuerreichen Tag.

 

 

Unser Aufenthalt

Auf unserem Plan stand ein ganz klassischer Wochenendurlaub: Wir wollten am Freitagabend anreisen und in aller Ruhe einchecken, ein Glas Wein genießen und dann rechtzeitig ins Bett gehen. Am Samstagvormittag hatten wir nämlich eine Wandertour geplant, die am frühen Nachmittag mit einem Sprung in den Walchsee enden sollte.


Während der Freitag genau nach Plan verlief, spielte der Wettergott am Samstag leider nicht mit. Doch der Tag war keinesfalls "verschenkt", er entwickelte sich nur anders als gedacht.

Aufgrund der dunklen Regenwolken rechneten wir schon beim Abmarsch in der Früh nicht damit, am Abend in den See zu hüpfen. Dennoch spazierten wir direkt vom Hotel aus los. Nach kurzem Weg durch den Ort (ca. 10 Minuten) sahen wir auch schon den Wanderweg zur Edernalm (Nr. 24) angeschrieben.

  • Blick auf Kössen, Tirol

Vom dort befindlichen Parkplatz aus, braucht man nur ca. 45 Minuten bis zur Alm, die bereits eine erste Einkehrmöglichkeit bietet. Schon nach kurzer Aufstiegszeit offenbarte ein Blick zurück die Idylle des Alpendorfs Kössen. Der Kirchturm und all die anderen Dächer lagen bilderbuchartig unter uns. Nur der Blick nach oben verhieß an diesem Tag leider nichts Gutes.

Keine 20 Minuten später war aus der Verheißung Realität geworden: Es begann in Strömen zu regnen und wir mussten entgegen unserer Planung auf der Edernalm einkehren. Der hausgemachte Kuchen, den uns Almwirt Hans brachte, tröstete uns ein wenig über sein "Heut wird's nix mehr mit dem Wetter!" hinweg und wir beschlossen, wieder ins Hotel zurückzukehren.

Dabei entpuppte sich folgende Erkenntnis: Diese Kurzwanderung ist hervorragend für Familien mit Kindern oder ältere Personen geeignet. Die Kinder finden auf der Edernalm sogar einen Spielplatz und einen Kaninchenbau vor. Für kleine Wanderer sicherlich ein tolles Erlebnis.


Für uns bedeutete das Unwetter leider das Ende des Wandertages. Es offenbarte uns aber den oben beschriebenen gut ausgestatteten Wellness-Bereich, den wir sonst vermutlich gar nicht entdeckt hätten. Wir kommen jedenfalls wieder: Schließlich müssen wir noch eine Wanderung zum Walchsee beenden und den Kaiserwinkl wirklich entdecken. Das perfekte und preisgünstige Hotel, in dem wir einchecken werden, kennen wir schon. Von der Hüttenvielfalt über dem Dorf lassen wir uns noch überraschen...

 

 

 

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