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Mit dem Wohnmobil ins Elsass, dem Grenzland zwischen Frankreich und Deutschland

Reisebericht von

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Auf der Route du Vin mit dem Symbol "Traube + Weinglas" gekennzeichnet, erkunden wir von Süden nach Norden das Land, seine Sehenswürdigkeiten und die wunderbare Landschaft am Rande der Vogesen.

  • Elsass - Routenplan
  • Elsass-Bad-Saeckingen

Unser Reisebericht beginnt in Bad Säckingen, dem letzten Stell- und Übernachtungsplatz in Deutschland. Bad Säckingen liegt direkt am Rhein und man kann bequem über die längste gedeckte Holzbrücke Deutschlands in die Schweiz spazieren. Auch die Altstadt ist leicht zu Fuß zu erreichen und besonders sehenswert.

 

 

 1. Etappe: Bad Säckingen (D) – Thann (F) (104km)

  • Elsass - Thann

Auf der A5 an Bad Bellingen vorbei überqueren wir den Rhein, die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Nur 6km entfernt liegt die sehenswerte Abteikirche von Ottmarsheim (N47°47.205' E7°30.472') mit ihren beeindruckenden Fresken im Inneren. Über die N66 erreichen wir Thann. Gleich neben dem schattigen, als Stellplatz ausgewiesenen Parkplatz (N47°48_41" E7°6'20") befindet sich die Altstadt mit dem gotischen Münster. Dahinter die Weinberge, die uns ab nun begleiten werden. Hier beginnt die Route du Vin, eine der 3 berühmten Touristenstraßen des Elsass.

 

2. Etappe: Thann – Eguisheim (66km)

  • Elsass-Eguisheim
  • Elsass - Murbach

Über gut ausgebaute Landstraßen an Guebwiller vorbei, fahren wir nach 7km zu der wunderbar in einem Talschluß gelegenen Abteikirche von Murbach. An Rouffach vorbei erreichen wir das entzückende Fachwerkstädtchen Eguisheim. Zum Parken für eine kurze Besichtigung eignet sich der leicht schräge Parkplatz (N48°02.452' E7°18.581'). Tipp: am Besten bleibt man auf dem inmitten der Weinberger gelegenen Campingplatz Les Trois Chateaux (N48°2'33" E7°17'59") - für uns einer der schönsten im Elsass. Außerdem wird die ACSI camping card akzeptiert (www.campingcard.com). So kann man ganz unbeschwert und in aller Ruhe bei den örtlichen Winzern die herrlichen Weine der Gegend genießen.
 

3. Etappe: Eguisheim – Colmar – Turckheim (12km)

  • Elsass-Colmar

Nach nur 7km erreichen wir Colmar. Auch in der drittgrößten Stadt des Landes gibt es gute Parkmöglichkeit für Wohnmobile (N48°04.578' E7°21.780'). Für einen Bummel durch das bezaubernde Städtchen, besondere Highlights sind das Gerberviertel und Petite Venice, sind mindestens 2-3 Stunden einzuplanen. Falls man das Museum Unterlinden besuchen möchte, wo der berühmte Isenheimer Altar zu sehen ist, sollte man für Colmar am besten einen ganzen Tag reservieren. Aber es sind auch nur mehr wenige km bis zum nächsten Übernachtungsplatz in Turckheim. Der für Wohnmobile ausgewiesene gratis Stellplatz (N48°05.140' E7°16.698') liegt neben der Bahn, ist aber nachts ruhig. Durch das Stadttor im Turm mit dem Storchennest ist man schnell im mittelalterlichen Zentrum.

 

4. Etappe: Turckheim – Kaysersberg – Riquewihr – Haute Königsbourg – Kintzheim (48km)

  • Elsass - Riquewihr
  • Elsass - Kaysersberg

Diese an km eher kleine Etappe birgt eine Reihe von Highlights und zählt zu den schönsten Routen der Route du Vin. Wir beginnen in Kaysersberg, dem Geburtsort Albert Schweitzers. Auf dem riesigen Parkplatz für 80 Wohnmobile kann man bequem parken, aber auch offiziell übernachten (N48°8'9" E7°15'43"). Schnell ist man im Zentrum des mittelalterlichen Städtchens mit seinen Fachwerkhäusern und der stattlichen, spätgotischen Kirche mit romanischem Portal.

  • Elsass-Haute-Koenigsbourg


Das Städtchen Riquewihr ist wohl das bekannteste Weindorf des Elsass und daher touristisch sehr überlaufen. Auch gibt es einen ansprechenden Campingplatz (N48°9'45" E7°19'1") - für ACSI-Card Besitzer um nur 14 Euro. Wir rollen weiter, an Ribeauville vorbei auf der gut ausgebauten Straße zur Haute-Königsbourg, die schon von Weitem zu sehen ist. Vom 757m hohen Felsplateau hat man einen herrlichen Blick bis zum Rhein. Knapp unterhalb der Anlage gibt es Parkmöglichkeiten (leider ein Übernachtungsverbot für Wohnmobile). So fahren wir Richtung Selestat und erreichen den kleinen Ort Kintzheim, der einen offiziellen Stellplatz für Wohnmobile anbietet (N48°15.109' E7°23.601'). Tipp: Unbedingt in einem der 3 Lokale an der Hauptstraße das Choucroute Alsacienne, das traditionelle Sauerkrautgericht des Elsass, probieren.

 

5. Etappe: Kintzheim – Dambach La Ville – Barr – Mt. St. Odile – Obernai (58km)

Auch in dem Ort Dambach La Ville gibt es unzählige Winzer die zur Verkostung des Pinot Noir Rouge einladen. Ein Muß ist der Cremant, ein im Champagnerverfahren hergestellter Sekt (z.B. Cremant Riesling Brut um ca. 9 Euro). Ab Barr geht es auf breiter Straße zum 764m hohen Mont Saint Odile dem "heiligen Berg". Unterhalb des Klosters ist ein großer Parkplatz von dem man die Anlage in 10min zu Fuß erreicht. Die Aussicht über die Weinberge und an klaren Tagen bis Strassburg ist wirklich einzigartig. Bald erreichen wir Obernai. Gleich neben der Wehrmauer des historischen Ortes gibt es einen großen, zum Übernachten ausgewiesenen Stellplatz (N48°27.616' E7°29.217')

 

6. Etappe: Obernai – Rosheim – Saverne (65km)

  • Elsass - Rosheim

Nun, am Ende der Route du Vin werden die Weinberge weniger und die bewaldeten Hänge der Vogesen rücken näher. Die romanische Kirche in Rosheim ist auf jeden Fall einen Halt wert, ebenso die gewaltige Abtei in Marmoutier. Nur mehr 3km bis Saverne, dem von einem schiffbaren Kanal durchzogenen Städtchen. Bereits bei der Stadteinfahrt weisen Schilder auf den Mobilstellplatz am Kanal. Sehr sehenswert ist das Schloß Rohan und die Hauptstraße mit ihren Geschäften und Lokalen "Maison Katz".

 

 

7. Etappe: Saverne – Strassburg – Kehl (56km)

  • Elsass - Saverne

Auf der N4 fahren wir schnell Richtung Strassburg. Schon von Ferne sehen wir den filigranen Turm des Münsters. Wie in jeder großen Stadt gibt es auch hier Parkplatzprobleme. Am besten man nimmt entweder die Abfahrt Nr. 3 Porte Blanche oder Centre - dann Richtung Petite France durch die Rue de Wasselonne. Wir fanden einen Parkplatz beim Bahnhof Place De La Gare wo auch die Information ist (Stadtplan). Von hier ist es nicht mehr weit zu all den Sehenswürdigkeiten. Vor allem das Münster, das Gerberviertel Petite France, die Vaubanwher, das Haus Kammerzell, usw. Am Weg vom Münster zu Ill gibt es einige gute und preiswerte Weinstuben, auch kleine Imbisse. Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang geht es weiter über die Europabrücke nach Kehl auf den Stell- und Übernachtungsplatz direkt am Rhein (N48°33'49" E7°48'51"). Hier beenden wir unsere Elsass-Fahrt.

 

Zusammenfassend ist das Elsass ein sehr sehenswertes und ausgesprochen wohnmobilfreundliches Reiseland, mit guten Straßen, gut besuchten Stellplätzen und natürlich vielen Sehenswürdigkeiten und vor allem guten Weinen.



Vom Camper Club Nederland wurde dieser Reisebericht ins Holländische übersetzt und im Magazin CAMPERkriebels, Ausgabe April 2014 veröffentlicht.

 

Campanda

 

 

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